IG Metall und Superior-Betriebsrat am Standort Werdohl in Düsseldorf

Auf Einladung von Arbeitsminister Karl-Josef Laumann kamen am Freitag der Minister und die Beschäftigten-Vertreter im Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales in Düsseldorf zusammen. Laumann interessierte sich für die Situation des Werdohler Betriebs, für den die Superior-Gruppe Insolvenz angemeldet hatte. Das Ministerium und auch der ebenfalls anwesende Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen der Bundesagentur für Arbeit, Roland Schüßler, sagten den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ihre Unterstützung zu und sprachen sich für den Erhalt des Betriebssitzes aus.

Vor allem die Sorge der Superior-Beschäftigten und ihrer Familien vor einem drohenden Arbeitsplatzverlust trieb den Minister um. „Wir reden hier in der Gesamtschau sicherlich von rund 2.000 Menschen, die von den Folgen betroffen wären“, betonte er. Alle Beteiligten waren sich einig, dass nun noch einmal große Anstrengungen unternommen werden müssten, um Standort und Beschäftigung zu sichern. Mustafa Senel, Betriebsratsvorsitzender von Superior Industries in Werdohl, bedankte sich für die Unterstützung des Arbeitsministers: „In solch einer Situation ist es wichtig, dass uns wichtige Verantwortungsträger zuhören und merken, dass es bei uns um das Eingemachte geht.“

„Die Einladung des Arbeitsministers zeigt, dass die Situation bei Superior in Werdohl auch von Staat und Politik gesehen werden. Das sollte eine Mahnung an alle sein, hier nicht nach dem schnellsten und finanziell einfachsten Weg zu suchen. Insolvenzverwalter und Konzern sind nun aufgefordert, das Bestmögliche für die Beschäftigten zu erreichen“, fasst Torsten Kasubke, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Märkischer Kreis, nach dem Gespräch zusammen.