Currywurst für die Azubis

Gemeinsam mit der IG Metall Hagen und dem GEP der IG Metall NRW haben wir heute an der Lehrwerkstatt in Letmathe mit Auszubildenden vor allem aus dem ersten Lehrjahr unter andrem über Ausbildungsbedingungen und Tarifverträge gesprochen. Außerdem haben wir Currywurst für alle bestellt. Dagegen konnte selbst das trübe Herbstwetter keine schlechte Stimmung verbreiten!

Mitgliederversammlung bei Otto Fuchs

Am vergangenen Sonntag fand in der Stadthalle in Meinerzhagen eine Mitgliederversammlung der bei Otto Fuchs beschäftigten Mitglieder statt.

Eine Vielzahl der Mitglieder war der Einladung gefolgt, um sich einen Überblick über den Stand der Verhandlungen zum angekündigten Personalabbau zu machen.

Der Betriebsrat berichtete über schwierige Verhandlungen und fehlende Informationen, um die Maßnahmen adäquat beurteilen zu können.

Den Mitgliedern wurde der Unterschied zwischen einem Sozialplan und einem Zukunfts- und Sozialtarifvertrag erklärt. Daraufhin haben die Mitglieder für das Einsetzen einer betrieblichen Tarifkommission gestimmt, die die Verhandlungen ggf. aktiv begleiten wird. Mit einer kämpferischen Stimmung und einem Button an der Jacke mit der Aufschrift „Hände weg vom Personal!“ verließen die Mitglieder die Versammlung, um noch gemeinsam bei einer Currywurst zu diskutieren.

Aptar in Menden: IG Metall kämpft für Tarifbindung

Für Montagmittag kündigt die IG Metall Märkischer Kreis einen Warnstreik beim Mendener Standort der Firma Aptar an. Ziel der Gewerkschaft ist es, die Tarifbindung für den Standort herzustellen. Bislang gilt kein Tarifvertrag für die rund 90 Beschäftigten in Menden. Konkret fordert die IG Metall vor Ort die Übernahme der Entgelterhöhung aus dem Flächen-Tarifvertrag in Höhe von 8,5 Prozent, die Vereinbarung von zwei Jahressonderzahlungen in den Jahren 2023 und 2024 sowie die Anerkennung der Flächentarifverträge der Metall- und Elektroindustrie in Nordrhein-Westfalen.

Adem Bulut, für Aptar zuständiger Gewerkschaftssekretär, bekräftigt die Notwendigkeit, nun Druck aufzubauen: „Wir haben mehrfach in Gesprächen den Wunsch der Beschäftigten gegenüber dem Arbeitgeber klargemacht. In den letzten Jahren haben die Kolleginnen und Kollegen während der Corona-Pandemie zuverlässig ihren Dienst geleistet. Nun steht der Arbeitgeber in der Pflicht, den hohen Druck aus Preiserhöhungen und dem Verzicht auf Tarifbedingungen in den letzten Jahren Rechnung zu tragen. Leider hat die Führung des Unternehmens die letzten Gesprächsangebote unsererseits nicht angenommen. Deswegen sehen wir uns gezwungen, den Druck nun zu erhöhen.“

Torsten Kasubke, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Märkischer Kreis, bekräftigt: „Auf die Beschäftigten ist in allen möglichen Krisen Verlass. Sie wollen dafür nur eines: Arbeitsbedingungen, wie sie in anderen Betrieben üblich sind. Gemeinsam mit den Beschäftigten machen wir uns nun auf, um einen Tarifvertrag zu erkämpfen. Die Kolleginnen und Kollegen haben sich das redlich verdient. Unser Einsatz ist darüber hinaus auch ein Zeichen an andere Arbeitgeber der Region: Wir unterscheiden nicht zwischen großen und kleinen Belegschaften. Wenn sich die Beschäftigten in der IG Metall organisieren, um ihre Anliegen im Arbeitsleben zusammen voranzubringen, ruft die IG Metall zur Not auch vors Tor.“

IG Metall Seminare für Betriebsräte Bildungsregion Sauerland 2024

Unser neues Bildungsprogramm für Betriebsräte in der Bildungsregion Sauerland 2024 ist da!

Wir bieten euch auch im nächsten Jahr wieder passgenaue und praxisorientierte Grundlagenseminare für unsere Bildungsregion Sauerland nach § 37 (6) BetrVG sowie nach AWbG bzw. §37 (7) BetrVG an.

👉 Finde jetzt die passenden Seminare unter https://igmetall-mk.de/bildung/ und melde dich für die Seminare immer über die Geschäftsstelle der IG Metall MK an (maerkischer-kreis@igmetall.de bzw. telefonisch unter 02351-36580).

Rückblick: lebhafte Diskussion um die Zukunft der Arbeit im Angestelltenbereich

Am 28. September 2023 hat die Angestellten-AG ins Lüdenscheider Kulturhaus eingeladen. Mit Marco Schmidt vom IG Metall-Vorstand in Frankfurt haben wir darüber diskutiert, was die Beschäftigten in den indirekten Bereichen vom Gewerkschaftstag erwarten können. Marco Schmidt ist zuständig für die Angestellten-Arbeit für die gesamte IG Metall als Ressortleiter.

Es entstand eine lebhafte Diskussion rund um die Themen Mitbestimmung, Einführung von Software, Künstliche Intelligenz und die Positionierung der IG Metall als solidarische Kraft in diesen schwierigen politischen Zeiten.

Jacob Riemekasten, Betriebsrat bei Kostal und Sprecher der Angestellten-AG, stellte die Ergebnisse der überbetrieblichen Angestellten-Umfrage im Märkischen Kreis vor. Über 420 Kolleginnen und Kollegen haben an der Umfrage zum Schwerpunktthema teilgenommen. Ein erschreckend hoher Anteil hat dabei angegeben, falsch eingruppiert zu sein.

Fabian Ferber, Zweiter Bevollmächtigter der IG Metall Märkischer Kreis, nahm die Ergebnisse der Umfrage zum Anlass, eine Reaktion anzukündigen: „Wer meint, mit Schein-AT-Verträgen und falschen weil zu niedrigen Eingruppierungen Standards setzen zu wollen, wird es mit uns zu tun bekommen. Wir haben die ersten Unternehmen im Blick, die wir systematisch unter die Lupe nehmen werden. Wir schaffen mit unseren Tarifverträgen Ansprüche auf gute Arbeitsbedingungen. Diese Ansprüche müssen auch erfüllt werden.“

Bowlingturnier 2024 – das hat Spaß gemacht!

Auf unserem Azubi-Bowlingturnier am 28. September 2023 in Hagen haben betriebliche Azubi-Mannschaften um den Siegerpokal gespielt. Nebenbei konnten wir an verschiedenen Ständen über die Angebote der IG Metall für Auszubildende informieren. Fortsetzung folgt im nächsten Jahr!

Teckentrup: Grundlage für ruhiges Fahrwasser gelegt

Nachdem die Fa. Teckentrup in Herscheid im Oktober 2022 die Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet hatte, war die Unsicherheit groß, wie es mit dem Standort und seinen Beschäftigten weitergehen wird. Während des Verfahrens hatten sich Kaufinteressenten gemeldet mit unterschiedlichen Fortführungskonzepten. Für Torsten Kasubke, Verhandlungsführer für die Tarifverhandlungen, war klar, dass es nur mit einem Erwerber einen Abschluss geben werde, der eine Perspektive für den Standort und die Beschäftigung gibt. Nun ist mit der Huhn-Gruppe aus Drolshagen eine tarifliche Zukunftsvereinbarung auf den Weg gebracht worden, die die Anforderungen erfüllt. „Wichtig ist hier auch, dass die Tarifgebundenheit weiter bestehen bleibt“, so Kevin Dewald, betreuender Sekretär bei Teckentrup.

Die Mitgliederversammlung hatte das Ergebnis mit einer Gegenstimme angenommen!

Neu im Team: Wir begrüßen Denise Vogl

Seit dem 01. August verstärkt Denise Vogl unser Büro-Team und ist im Verwaltungsbereich tätig. Bereits in der Ausbildung hat sie als Betriebsrätin Erfahrung in der Mitbestimmung sammeln können und ist schon lange ehrenamtlich in der IG Metall Jugend aktiv. Herzlich willkommen im Team der Geschäftsstelle!

Sitzung der IG Metall Jugend bei C.D. Wälzholz

letzten Mittwoch kam unser Ortsjugendausschuss zu seiner Sitzung in einem der heimischen Kaltwalzunternehmen zusammen.

Wir haben viele Informationen zur Produktion und zum Ablauf der eigenen Ausbildung bekommen und hatten ebenfalls die Möglichkeit am frühen Abend eine exklusive Betriebsbesichtigung zu erhalten.

Im Anschluss an die Besichtigung kamen wir zusammen, um über aktuelle Themen zu sprechen und selbstverständlich war unser anstehendes R!SE-Festival ein großes Thema.

Breites Paket geschnürt: IG Metall billigt Sozialplan zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat bei Kostal auf Mitgliederversammlung

Am Sonntag, 4. Juni, haben Kostal-Beschäftigte auf einer IG Metall-Mitgliederversammlung über das Verhandlungsergebnis zu einem Sozialplan zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat anlässlich der geplanten Produktionsschließung in Deutschland beraten. Nach einer langen Beratung haben die Mitglieder mit großer Mehrheit beschlossen, das Ergebnis zwischen den Betriebsparteien zu akzeptieren und damit den Weg frei für einen Sozialplan zu machen.

Fabian Ferber, Zweiter Bevollmächtigter der IG Metall Märkischer Kreis und bei der IG Metall zuständig für die Kostal-Gruppe, erklärt hierzu: „Insgesamt ist ein umfangreiches Paket geschnürt worden. Deswegen ist es wichtig, auf die Gesamtlösung zu schauen. In allen Bereichen, die der Sozialplan anspricht, konnte der Betriebsrat im Vergleich zum Verhandlungsbeginn erhebliche Verbesserungen erreichen. Dies ist auch möglich geworden, weil Betriebsrat und IG Metall gemeinsam den Druck in den vergangenen Monaten erhöht haben. Neben Regelungen zu den Abfindungen und einem Freiwilligenprogramm gehört zum Paket ein umfangreiches Qualifikations- und Beschäftigungsprogramm und eine Brücke für ältere Beschäftigte zum Übergang in die Altersrente. Außerdem erhält eine hohe Zahl an Beschäftigten die Möglichkeit, in der Kostal-Gruppe einer anderen Tätigkeit nachzugehen. Die Zahl der Kündigungen wird deutlich verringert sein. Insgesamt konnte erreicht werden, dass die ersten Kündigungen teilweise deutlich später als befürchtet wirksam werden. Wir setzen darauf, dass in den kommenden Wochen und Monaten weitere Kündigungen vermieden werden können.

Ein Sozialplan kann nie Anlass zum Jubel sein, weil er in Zeichen eines Strukturwandels eben auch für schmerzhafte Umbrüche steht. Im Rahmen unserer Möglichkeiten haben Betriebsrat und IG Metall gemeinsam mutig für dieses Paket verhandelt. Wir haben seit über einem Jahr einen engen Austausch mit den Beschäftigten und Mitgliedern gepflegt und haben in gemeinsamen Aktionen den Druck für die Beschäftigten erhöht. Gemeinsam mit dem Arbeitgeber, der Agentur für Arbeit und anderen haben wir nun dafür zu sorgen, dass niemand am Ende des Prozesses in Arbeitslosigkeit und Existenznot gerät. Auch aufgrund der langen Zeitspanne haben wir die Chance und die Pflicht, dieses zu erreichen.“