Arbeits- und Gesundheitsschutz

Der Arbeitskreis Arbeits- und Gesundheitsschutz richtet sich an alle aktiven Arbeitsschützerinnen und Arbeitsschützer in unseren betreuten Betrieben. Unser regelmäßiges Programm speist sich aus Betriebsbesichtigungen und in der Regel zwei Arbeitsklausurtagungen, auf denen wir uns inhaltlich mit Schwerpunktthemen des betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutzes befassen.

Wolfgang Holland ist Sprecher des Arbeitskreises. Ansprechpartner für die IGM-Geschäftsstelle ist b.a.W. Fabian Ferber.

Du möchtest im Arbeitskreis Arbeits- und Gesundheitsschutz aktiv mitmachen? Dann melde Dich per Mail an Fabian Ferber (fabian.ferber@igmetall.de) und informiere Dich über die nächsten Termine!

AK Arbeits- und Gesundheitsschutz trifft sich in Balve – Eisborn

Zum letzten Mal in diesem Jahr traf sich der Arbeitskreis Arbeits- und Gesundheitsschutz der IGM Märkischer Kreis mit insgesamt 24 Teilnehmern wieder einmal im Hotel Zur Post in Balve – Eisborn.  Bevor der Zweite Bevollmächtigte Fabian Ferber einige Daten und aktuelle Fakten aus der Geschäftsstelle den Teilnehmern darlegte, wurde dem Kollegen Frank Weißgerber ein Geburtstagsständchen gesungen. Auch dies zeigt einmal mehr den Zusammenhalt und auch die Wichtigkeit des Themas – Gesundheitsschutz – wenn Kollegen selbst an Geburtstagen zur Klausur erscheinen.

Da dieses Mal auch einige neue Teilnehmer zugegen waren, startete man mit einer kleinen Vorstellungsrunde. In dieser war ebenfalls der neue Gewerkschaftssekretär aus dem MK zugegen.

Andreas Schwarz, welcher nun als Hauptamtlicher für die Arbeit des Arbeitskreises der Schwerbehindertenvertretungen (SBV) zuständig ist, erhofft sich auch durch die heutige Teilnahme einige neue Verbindungen knüpfen zu können, da er schon einen wichtigen Zusammenhang zwischen AuG und SBV sieht. 

Danach startete der Kollege Ferber mit seinem Vortrag zum Arbeitskreis und der Geschäftsstelle MK. Themen waren unter anderem:

  • Mitgliederversammlungen / Sozialplanverhandlungen / Warnstreiks
  • Delegiertenversammlung 2023

Insgesamt:  2 * Lüdenscheid und wahrscheinlich 2 * Letmathe

Auch zu den rechtlichen Ansichten des Streikrechts hier in NRW und die damit verbundenen immer wieder auftretenden Schwierigkeiten gerade hier im Märkischen Kreis für die IGM äußerte sich Fabian Ferber. Abschließend bliebt festzuhalten, dass die letzte Verhandlungsrunde NRW wieder ohne Angebot der Arbeitgeber für eine Entgelterhöhung zu Ende ging. Das Resümee: „Wir befinden uns in einer sehr ernsthaften Situation im Märkischen Kreis zurzeit.“ Nun entstand eine lebhafte Diskussion innerhalb in der Gruppe.

Aufgrund der geäußerten Wünsche der Teilnehmer der letzten Klausur hatte unsere Sprecher

Wolfgang Holland für den Freitagabend das Thema „Mobbing“ vorbereitet. Hier bezog er sich sehr viel auf den Pionier was Mobbing anbelangt, den Psychologen Professor Heinz Leymann.

Erstaunlich hier:

  • Ca. 1,8 Millionen Arbeitnehmer werden gemobbt.
  • Ca. 15 – 25 Milliarden volkswirtschaftlicher Schaden werden vermutet.
  • Bei 50 % der Betroffenen ist der jeweilige betriebliche Vorgesetzte beteiligt.

Tipp: Bei dem Gefühl von Mobbing sollte man als immer ein „Mobbingtagebuch“ führen. Inhalt:

Datum / Uhrzeit / Ort / Was ist passiert / Durch wen / Wie wurde reagiert / Beteiligte – Zeugen

Es ist nicht einfach, das Thema Mobbing und entsprechend sein erwünschtes Recht zu bekommen.

Auch gibt es einige Paragrafen im BetrVG, welche hier den Betriebsräten hilfreich zur Seite stehen. 

Der Samstagmorgen startete um 8:30 Uhr mit der Festlegung der Termine für das Jahr 2023. Feststehen bereits die 2 Klausurtagungen (17/18. März und 10/11. November) und eine von zwei Betriebsbesichtigungen. Diese wird am 16. März bei der Firma Otto Fuchs in Meinerzhagen stattfinden.

Bevor der Kollege Holland zum zweiten Hauptthema „Lärm“ referierte, gab der Fabian Ferber noch einige Termine bezüglich der Tarifrunde preis. Erstaunlich was im Arbeitsschutz es alles für Verzweigungen in Bezug auf das Thema Lärm gibt.  In vielen verschiedenen Gesetzen findet man entsprechende Zusammenhänge und Beachtungskriterien, so beispielhaft in:  LV ArbSchV / ArbMedVV / DGUV / ArbSchG / JArbSchG / ASR A3.7 /

Auch, dass Lärmschwerhörigkeit eine der ältesten anerkannten Berufskrankheiten ist, erstaunte doch einige Teilnehmer (anerkannt seit 1929). Letztlich bleibt eines zu diesem Thema mit Sicherheit bei allen hängen, neben dem bekannten „S-T-O-P-Prinzip“ gilt das Minimierungsgebot. Ganz wichtig: Gefährdungen verringern oder vermeiden. Diskussionen innerhalb der Gruppe bezüglich der Umsetzungen zum Thema Lärm bei den jeweiligen Firmen begannen. Und gerade hier sah man mal wieder, wie wichtig so ein Arbeitskreis ist. Der Austausch der verschiedenen Arbeitsschützer von unterschiedlichen Firmen ist und bleib extrem wichtig und wertvoll für die Teilnehmer der Klausuren.

Die Gruppe äußerte abschließend noch die Wunschthemen für die Klausur im März 2023:  

Empfehlungen für die G Sätze – Eignungsuntersuchung / Aufgaben der BG – Gastredner / Betriebssicherheitsverordnung – Ansatzpunkte für BR

Text: Dirk Hecker